Richtlinie des BMF vom 10.12.2008, BMF-010222/0248-VI/7/2008 gültig von 10.12.2008 bis 19.12.2012

LStR 2002, Lohnsteuerrichtlinien 2002

Die Lohnsteuerrichtlinien 2002 stellen einen Auslegungsbehelf zum Einkommensteuergesetz 1988 dar, der im Interesse einer einheitlichen Vorgangsweise mitgeteilt wird. Die Lohnsteuerrichtlinien sind als Zusammenfassung des geltenden Lohnsteuerrechts und somit als Nachschlagewerk für die Verwaltungspraxis und die betriebliche Praxis anzusehen. Sie basieren auf den Lohnsteuerrichtlinien 1999.
  • 9 EINKÜNFTE AUS NICHTSELBSTÄNDIGER ARBEIT (§ 25 EStG 1988)
  • 9.3 Kranken- und Unfallgelder (§ 25 Abs. 1 Z 1 lit. c, d und e EStG 1988)

9.3.2 Leistungen aus einer gesetzlichen Unfallversorgung

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Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversorgung oder aus einer ausländischen gesetzlichen Unfallversorgung, die einer inländischen gesetzlichen Unfallversorgung entspricht, sowie gleichartige Bezüge aus Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen der Kammern der selbständig Erwerbstätigen sind zwar als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit. Die Versteuerung hat vorrangig im Rahmen der mit Verordnung des BMF vom 19. Jänner 2001 steuerbar, BGBl. II Nr. 55/2001, festgelegten verpflichtenden gemeinsamen Versteuerung im Sinne des § 47 Abs. 4 EStG 1988 zu erfolgen (siehe Rz 1022 ff). Kommt es zu keiner gemeinsamen Versteuerung, ist ein vorläufiger Steuerabzugaber ab der Veranlagung 2004 wieder gemäß § 693 Abs. 2 EStG 1988 vorzunehmen (siehe Rz 1171 f)1 Z 4 lit. Bei beschränkt steuerpflichtigen Beziehern einer Unfallversorgung hat die Besteuerung gemäß § 70 Abs. 2 Z 1c EStG 1988 zu erfolgensteuerbefreit. Hinsichtlich der weiterhin steuerfreien Bezugsbestandteile siehe Rz 39.