Suchbegriffe anzeigen Änderungen anzeigen
  • Abschnitt:
  • <
  • 1
  • /
  • ...
  • /
  • 53
  • /
  • 54
  • /
  • 55
  • /
  • ...
  • /
  • 84
  • >
Richtlinie des BMF vom 01.09.2007, BMF-010307/0169-IV/7/2007 gültig von 01.09.2007 bis 31.12.2007

MO-8300, Arbeitsrichtlinie "Gemeinsame Agrarpolitik"

  • 7. Besondere Bestimmungen Einfuhr
  • 7.10. MO10 Zucker
  • 7.10.2. VO 950/2006 - Einfuhr von Präferenzzucker

7.10.2.1. Präferenzzucker "AKP-Indien"

(1) Präferenzzucker "AKP-Indien" ist Rohrzucker des KN-Codes 1701 mit Ursprung in folgenden Staaten, Ländern und Gebieten: Barbados, Belize, Cðte d´Ivoire, Fidschi, Guyana, Indien, Jamaika, Kenia, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Sambia, Simbabwe, St. Kitts und Nevis - Anguilla, Surinam, Swasiland, Tansania, Trinidad und Tobago, Uganda, Volksrepublik Kongo sowie der Republik Indien.

(2) Um die Begünstigung in Anspruch nehmen zu können, muss der Einführer anlässlich der Einfuhr zum zollrechtlich freien Verkehr Folgendes vorlegen:

1. eine Einfuhrlizenz, welche folgenden Angaben in einer Amtssprache der Gemeinschaft enthält:

Feld 17:

- die Zuckermenge, ausgedrückt in Weißzuckeräquivalent (in Zahlen)

Feld 18:

- die Zuckermenge, ausgedrückt in Weißzuckeräquivalent (in Buchstaben)

Feld 20:

- den Lieferzeitraum, für den die Lizenz beantragt wurde und den Vermerk "Anwendung der Verordnung (EG) Nr. 950/2006, AKP-/indischer Zucker und Kontingentnummer

Feld 24:

- "Zollsatz ...... - Verordnung (EG) Nr. 950/2006",

- "Präferenzregelung, anwendbar auf die in den Feldern 17 und 18 genannte Menge"

und wenn das Ende der Gültigkeit mit 31.12. des betreffenden Jahres endet:

- "Artikel 3 Absatz 4 der Verordnung (EWG) Nr. 1182/71 kommt nicht zur Anwendung" (in diesem Fall gilt die "Samstags-, Sonntags- und Feiertagsregelung" nicht!)

2. eine von der jeweiligen Zollbehörde bestätigte Erklärung des Polarisationswertes.

Berechnung des Weißzuckeräquivalents: Rendementwert (Ausbeute) = (Polarisationsgrad x 2) - 100

Beispiel: 100.000 kg Rohrrohzucker, Polarisationsgrad: 99,375:

Rendementwert = (99,375 x 2) - 100 = 98,75

Weißzuckeräquivalent = 100.000 x 98,75/100 = 98.750 kg

3. einen gültigen Ursprungsnachweis (EUR.1 oder Ursprungserklärung auf der Rechnung).

Ausnahme:

Bei Einfuhren aus Indien ist ein nichtpräferentielles Ursprungszeugnis gemäß Artikel 47 der Verordnung (EG) Nr. 2454/93 (ZK-DVO) vorzulegen.

4. eine ergänzende (formlose) Unterlage, welche folgenden Angaben enthält:

  • den Lieferzeitraum, für den die Lizenz beantragt wurde und den Vermerk "Anwendung der Verordnung (EG) Nr. 950/2006, AKP-/indischer Zucker und Kontingentnummer
  • das Datum der Verschiffung der Waren und den betreffenden Lieferzeitraum
  • die Unterposition der Kombinierten Nomenklatur für das betreffende Erzeugnis.

Es genügt, wenn die geforderten Daten z.B. auf der Rechnung angegeben werden.

(3) Ausnahme: Im Gegensatz zur Regelung gemäß Abschnitt 5.1. Absatz 2, wonach für die in Feld 19 der Einfuhrlizenz angegebene Toleranzmenge der Drittlandszollsatz anzuwenden ist, ist im Rahmen dieser Kontingente für die Toleranzmenge die Präferenzbegünstigung zu gewähren.

(4) Bei Einfuhren im Rahmen des Präferenzabkommens wird kein zusätzlicher Einfuhrzoll erhoben.