Richtlinie des BMF vom 06.05.2013, BMF-010314/0355-IV/8/2013 gültig von 06.05.2013 bis 05.08.2013

ZT-2500, Arbeitsrichtlinie "Verwaltung der Zollkontingente im Windhundverfahren"

Kontingentverwaltung
  • 10. Sonderfälle

10.33. Ermittlung der Kontingentmenge bei Kontingent Nr. 09.7226 (Zucker aus Peru)

Mit Durchführungsverordnung der Kommission Nr. 405/2013 wird ein Kontingent für Zucker aus Peru eröffnet, dessen Mengen in "Rohzuckeräquivalent" angegeben ist.

Das Rohzuckeräquivalent ist laut Verordnung (EU) Nr. 1234/2007, Seite 94, folgendermaßen zu berechnen:

(Polarisationsgrad x 2) -100

Zum Beispiel:

10 Tonnen Zucker mit einem Polarisationsgrad von 98 %:

98 x 2 = 196

196 - 100 = 96

96 % von 10 = 9,6

Kontingentmenge daher 9,6 Tonnen.

Wird dieses Kontingent beantragt, ist in der Zollanmeldung zwingend der Polarisationsgrad des Zuckers anzugeben. Ist diese Information bereits aus anderen Gründen (z.B. zur Berechnung des Zolles) erforderlich ist eine abermalige Angaben nicht erforderlich.

Wir der Polarisationsgrad nicht angegeben, ist der Antrag auf Anwendung des Kontingentzollsatzes wegen unvollständiger Angaben zurückzuweisen.