Richtlinie des BMF vom 01.01.2017, BMF-010307/0035-IV/7/2016 gültig von 01.01.2017 bis 10.03.2019

MO-8300, Arbeitsrichtlinie "Gemeinsame Agrarpolitik" (MO-8300)

Beachte
  • Diverse Änderungen ohne wesentliche inhaltliche Neuerungen
  • 7. Besondere Bestimmungen Einfuhr
  • 7.10. MO10 Zucker

7.10.2. VO 891/2009 - Einfuhr von Präferenzzucker

siehe VP 01918/196V2010

Verordnung (EG) Nr. 891/2009 der Kommission vom 25. September 2009 zur Eröffnung und Verwaltung gemeinschaftlicher Zollkontingente im Zuckersektor

(1) Um die Begünstigung für den im Rahmen dieser Verordnung eingeführten Zucker in Anspruch nehmen zu können, muss der Einführer anlässlich der Einfuhr zum zollrechtlich freien Verkehr Folgendes vorlegen:

a)eine Einfuhrlizenz, die in der Zollanmeldung mit den Dokumentenartencodes

"L001 Einfuhrlizenz AGRIM" und

"Y100 Besondere Angaben auf der Einfuhrlizenz AGRIM"

angegeben wird (siehe RL MO-8501) und folgende Angaben enthält:

 

Feld 17:

- die Zuckermenge, ausgedrückt in Gewicht tel quel = Eigengewicht
(in Zahlen)

 

Feld 18:

- die Zuckermenge, ausgedrückt in Gewicht tel quel = Eigengewicht
(in Buchstaben)

 

Feld 20:

- "Zur Raffination bestimmter Zucker" oder "Nicht zur Raffination bestimmter Zucker"

und

- Zucker Zugeständnisse CXL, eingeführt gemäß der Verordnung (EG) Nr. 891/2009. Kontingentnummer

oder

- Anwendung der Verordnung (EG) Nr. 891/2009, Balkan-Zucker. Kontingentnummer

oder

- Anwendung der Verordnung (EG) Nr. 891/2009, Zucker zur industriellen Einfuhr. Kontingentnummer 09.4380

oder

- Anwendung der Verordnung (EG) Nr. 891/2009, Zucker - industrielle Einfuhr. Kontingentnummer 09.4390

 

Feld 24:

- der entsprechende Zollsatz

und wenn das Ende der Gültigkeit der Lizenz mit 31.12. des betreffenden Jahres endet:

- "Artikel 3 Absatz 4 der Verordnung (EWG) Nr. 1182/71 kommt nicht zur Anwendung" (in diesem Fall gilt die "Samstags-, Sonntags- und Feiertagsregelung" nicht!)

b)bei Einfuhren im Rahmen des Kontingents 09.4321 (Indien) zusätzlich ein nichtpräferentielles Ursprungszeugnis mit dem Dokumentenartencode

"U004 - Ursprungszeugnis für die Einfuhr von Erzeugnissen, für die besondere, nicht präferenzielle Einfuhrregelungen gelten, in die Europäische Union gemäß Artikel 57 der Durchführungsverordnung (EU) 2015/2447 der Kommission".

(Bis Ende 2019 können auch noch Ursprungszeugnisse nach Anhang 13 der ZK-DVO anerkannt werden.)

(2) Bei Einfuhren im Rahmen der Präferenzabkommen wird kein zusätzlicher Einfuhrzoll erhoben.

Ursprunszeugnis