Richtlinie des BMF vom 01.09.2019, BMF-010311/0062-III/11/2019 gültig ab 01.09.2019

VB-0300, Arbeitsrichtlinie Pflanzenschutz

0. Einführung

0.1. Rechtsgrundlage

Die Rechtsgrundlagen für die von den Zollämtern anlässlich der Einfuhr (einschließlich der Durchfuhr) von Pflanzen, Pflanzenerzeugnissen, Obst, Holz, Saatgut, Erde und Kompost anzuwendenden Beschränkungen sind:

1.das Bundesgesetz über Maßnahmen zum Schutz gegen das Verbringen von Schadorganismen der Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse (Pflanzenschutzgesetz 2011), BGBl. I Nr. 10/2011;

2.die Verordnung über Maßnahmen gegen das Verbringen von Schadorganismen der Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse (Pflanzenschutzverordnung 2011), BGBl. II Nr. 299/2011;

3.die Verordnung über Eintrittstellen nach dem Pflanzenschutzgesetz 2011 (Eintrittstellen-Verordnung 2014), BGBl. II Nr. 30/2014;

4.die gemäß § 49 Abs. 3 Z 5 Pflanzenschutzgesetz 2011 als Bundesgesetz weiter geltende Verordnung über die Einzelheiten und Bedingungen der Durchführung der amtlichen Maßnahmen nach dem 3. und 4. Abschnitt des Pflanzenschutzgesetzes 1995 (Pflanzenschutz-Maßnahmen-Verordnung), BGBl. II Nr. 195/2007;

5.das Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, ABl. L 114 vom 30.4.2002, S 132.

0.2. Grundsätzliches

(1) In dieser Arbeitsrichtlinie werden jene Beschränkungen behandelt, die von den Zollämtern anlässlich der Einfuhr (einschließlich der Durchfuhr) von Pflanzen, Pflanzenerzeugnissen, Obst, Holz, Saatgut, Erde und Kompost anzuwenden sind.

(2) Ab 1. Jänner 2014 obliegt die phytosanitäre Einfuhrkontrolle von Pflanzen-, Pflanzenerzeugnissen (Obst, Gemüse, Schnittblumen und Pflanzenteile, Körner), Saatgut, Erde und Nährsubstrat ausschließlich den Kontrollorganen des Bundesamtes für Ernährungssicherheit (BAES).

Für die phytosanitäre Importkontrolle von forstlichen Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen ist das Bundesamt für Wald zuständig.

0.3. Warenverkehr innerhalb der Union

Im Warenverkehr innerhalb der Union bestehen bei Pflanzen, Pflanzenerzeugnissen, Obst, Holz, Saatgut, Erde und Kompost keine von den Zollorganen zu überwachenden Verbote und Beschränkungen.