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Richtlinie des BMF vom 29.04.2008, BMF-010302/0137-IV/8/2008 gültig von 29.04.2008 bis 31.10.2010

AH-1130, Arbeitsrichtlinie Strafbestimmungen im AHR

  • 0. Einführung

0.2. Rechtsgrundlagen

0.2.1. Rechtsvorschriften

(1) Außenhandelsgesetz 2005

(AußHG 2005) BGBl. I Nr. 50/2005, gilt ab 01.10.2005.

(2) Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit zur Durchführung des Außenhandelsgesetzes 2005 (Außenhandelsverordnung 2005 - AußHV 2005) BGBl. II Nr. 121/2006, gilt ab 18.03.2006.

(3) Bundesgesetz vom 26. Juni 1958 betreffend das Finanzstrafrecht und das Finanzstrafverfahrensrecht (Finanzstrafgesetz - FinStrG), BGBl. Nr. 129/1958;

Novellen siehe Rechtsinformationssystem

(4) Verwaltungsstrafgesetz, BGBl. Nr. 52/1991;

Novellen siehe Rechtsinformationssystem.

(5) Allgemeines Verwaltungsverfahrensgesetz 1991, BGBl. Nr. 51/1991;

Novellen siehe Rechtsinformationssystem.

0.2.2. Besondere Bestimmungen zur Anwendung

(1) In der vorliegenden Arbeitsrichtlinie werden alle Strafbestimmungen des AußHG 2005, auch wenn sie nicht unmittelbar mit dem Warenverkehr in Zusammenhang stehen, dargestellt, da im Zuge von Prüfungsmaßnahmen auch die Erfüllung anderer Tatbestände als jener bei Ein-, Aus- und Durchfuhr von Waren hervorkommen können.

Neben den in dieser Arbeitsrichtlinie dargestellten Strafsanktionen sind solche auch im StGB für Massenvernichtungswaffen enthalten.

(2) Außer-Kraft-Treten von Rechtsvorschriften (§ 46 Abs. 2 AußHG 2005)

Mit dem In-Kraft-Treten des AußHG 2005 treten das Außenhandelsgesetz 1995 und das Chemiewaffenkonvention-Durchführungsgesetz außer Kraft (§ 46 Abs. 2 AußHG 2005).

(3) Übergangsbestimmungen zum Außenhandelsgesetz (§ 46 Abs. 3 bis 5 AußHG 2005):

  • Die Überwachungsbestimmungen gemäß §§ 32 bis 34 AußHG 2005 sowie § 36 Abs. 1 AußHG 2005 sind auch auf Vorgänge anwendbar, die einem Verbot, einer Bewilligungspflicht oder einer Meldepflicht auf Grund des Außenhandelsgesetzes 1995 oder des Chemiewaffenkonvention-Durchführungsgesetzes unterworfen waren. (Rückwirkende Anwendung von Überwachungsbestimmungen).
  • Die Verwaltungsstrafbestimmungen gemäß § 39 Abs. 1 Z 1 bis 4 AußHG 2005 sowie § 39 Abs. 2, soweit er sich auf die fahrlässige Begehung der in § 39 Abs. 1 Z 1 bis 4 AußHG 2005 genannten Handlungen bezieht, sowie § 39 Abs. 3 und 4 und § 40 AußHG 2005 sind auch auf strafbare Handlungen anwendbar, die vor In-Kraft-Treten dieses Bundesgesetzes begangen wurden (Rückwirkende Anwendung von Verwaltungsstrafbestimmungen).
  • § 19 AußHG 1995 und § 11 CWKG sind auch auf strafbare Handlungen anwendbar, die vor In-Kraft-Treten dieses Bundesgesetzes begangen wurden, soweit es sich nicht um strafbare Handlungen im Sinne der Z 2 handelt (Weitere Anwendung von Strafbestimmungen des AußHG 1995 bzw. des CWK).

(4) Spezialregelungen für den Zeitraum 1. Oktober 2005 bis 17. März 2006:

Zwischen dem In-Kraft-Treten des Außenhandelsgesetzes 2005 am 1. Oktober 2005 und dem In-Kraft-Treten der Außenhandelsverordnung 2005 am 18. März 2006 galt vom 1. Oktober 2005 bis 17. März 2006 die Außenhandelsverordnung 1997, BGBl. Nr. 187/1997 idgF, als Bundesgesetz.

Bestimmte Befreiungsbestimmungen der AußHV 2005 wurden jedoch zur Vermeidung von Härtefällen durch Verwaltungsabsprache zwischen BMWA und BMF bereits ab dem 1. Oktober 2005 in Kraft gesetzt.