Richtlinie des BMF vom 01.08.2011, BMF-010311/0082-IV/8/2011 gültig von 01.08.2011 bis 24.01.2012

VB-0320, Arbeitsrichtlinie Tierseuchenrecht

  • 5. Innergemeinschaftliches Verbringen

5.35.2. Innergemeinschaftliches Verbringen von Heimtieren

(1) Bei der innergemeinschaftlichen Verbringung (EU- und EWR-Raum) von Hunden, Katzen und Frettchen im Reiseverkehr muss (unabhängig vom Alterdürfen bis zu fünf Tiere pro Person des Tieres)mitgeführt werden, sofern für jedes Tier ein Heimtierausweis (Abschnitt 1.2.12., Formular siehe Anlage 3 Muster 3 Muster) oder 3) bei Tieren aus Drittstaaten eine Bescheinigung für Heimtiere (Abschnitt 1.2.13., Formular siehe Anlage 3 Muster 4), jeweils mit eingetragener gültiger Tollwutimpfung, mitgeführt werdenwird und die Tiere nicht zur Abgabe an Dritte bestimmt sind. Dies gilt auch für die gemäß Abschnitt 1.2.10. in veterinärbehördlicher Hinsicht wie Mitgliedstaaten zu behandelnden Länder Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz.

Hinweis: Die Vorschriften des Abs. 1 gelten auch für jene Hunde, Katzen und Frettchen in einem Alter von unter 12 Wochen dürfen aus EU-Mitgliedstaaten, die und aus den gemäß Abschnitt 1.2.10. in veterinärrechtlicherveterinärbehördlicher Hinsicht wie ein Mitgliedstaat der EUMitgliedstaaten zu behandeln sind (behandelnden Ländern Andorra,Abschnitt 1.2.). Aus systematischen Gründen wurden diese Regelungen auch in Liechtenstein, Norwegen, San Marino, der Schweiz und der Abschnitt 4.1. berücksichtigt.Vatikanstadt nach Österreich verbracht werden, sofern

- jedes Tier mittels Mikrochip oder Tätowierung gekennzeichnet ist,

- für jedes Tier ein Heimtierausweis mitgeführt wird,

- das Tier nicht gegen Tollwut geimpft wurde,

- das Tier seit seiner Geburt an dem Ort gehalten wurde, an dem es geboren ist, ohne mit wild lebenden Tieren, die einer Infektion ausgesetzt gewesen sein können, in Kontakt gekommen zu sein, oder wenn es seine Mutter begleitet, von der es noch abhängig ist.

(2) Bis 3031. Juni 2010Dezember 2011 dürfen Hunde, Katzen und Frettchen in das Hoheitsgebiet Irlands, Maltas, Schwedens und des Vereinigten Königreichs nur eingeführt werden, wenn folgende zusätzliche Anforderungen erfüllt sind:

a)es muss im Ausweis (oder in den bisherigen Zeugnissen gemäß den Übergangsbestimmungen, erhältlich bei den österreichischen Amtstierärzten) bestätigt werden, dass in einem zugelassenen Labor bei einer Probe eine Titrierung neutralisierender Tollwut-Antikörper von mindestens 0,5 IE/ml vorgenommen wurde; diese Titrierung von Antikörpern braucht nicht erneut vorgenommen zu werden, wenn das Tier nach dieser Titrierung in den vom Herstellerlabor vorgeschriebenen Zeitabständen regelmäßig wieder geimpft wurde;

b)eine Bestätigung im Heimtierausweis (oder in dem bisher verwendeten Formular gemäß den Übergangsbestimmungen, erhältlich bei den österreichischen Amtstierärzten), dass das Tier vor dem Verbringen (Vereinigtes Königreich 24 bis 48 Stunden vorher, Schweden innerhalb von 10 Tagen vorher) mit einem zugelassenen Akarizid gegen Zecken (Vereinigtes Königreich und Irland) und mit einer auf Basis von "Praziquantel" hergestellten Arzneispezialität gegen Echinococcus multilocularis (Vereinigtes Königreich, Irland und Schweden) behandelt wurde.

(3) Für die Einreise nach Norwegen und Finnland ist eine Bandwurmbehandlung erforderlich.

(4) Für andere Heimtiere (siehe Abschnitt 1.2.61.2.5.) als Hunde, Katzen und Frettchen bestehen derzeit im Reiseverkehr bei der der innergemeinschaftlichen Verbringung im Reiseverkehrund bei Einfuhren aus den gemäß Abschnitt 1.2.10. in veterinärbehördlicher Hinsicht wie Mitgliedstaaten zu behandelnden Länder Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino, der Schweiz und der Vatikanstadt keine Beschränkungen.

(5) Aus systematischen Gründen wurde diese Regelung hinsichtlich der gemäß Abschnitt 1.2.10. in veterinärbehördlicher Hinsicht wie Mitgliedstaaten zu behandelnden Länder Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino, der Schweiz und der Vatikanstadt auch in Abschnitt 4.1. und in der Anlage 4 berücksichtigt.