Richtlinie des BMF vom 05.06.2013, BMF-010203/0252-VI/6/2013 gültig ab 05.06.2013

EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000

Beachte
  • Seit 1990 wurden zwei Liebhabereiverordnungen erlassen (Verordnung BGBl. Nr. 322/1990 und Verordnung BGBl. Nr. 33/1993). Auf Basis des VfGH-Erkenntnisses vom 12. Dezember 1991, V 53/91, war jedoch die erste Liebhabereiverordnung ab 1990 anzuwenden. Hinsichtlich der Vorjahre ist nach wie vor die hiezu ergangene Rechtsprechung maßgeblich. Die Verordnung BGBl. Nr. 33/1993 ersetzt seit 1. Jänner 1993 die erste Liebhabereiverordnung. Die Liebhabereiverordnung wird durch die Liebhabereirichtlinien 2012 (LRL 2012, AÖF Nr. 52/2012) näher erläutert.
  • 2 Einkommen (§ 2 EStG 1988)

2.2 Liebhaberei

102

Aus der positiven Umschreibung der Einkünfte als Gewinn bzw. als Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten in § 2 Abs. 4 EStG 1988 ist abzuleiten, dass nur jene Einkunftsquellen einkommensteuerrechtlich zu berücksichtigen sind, die auf Dauer gesehen zu einem Gesamtgewinn bzw. Gesamtüberschuss führen. Andernfalls ist Liebhaberei (Voluptuar) gegeben. Die damit verbundenen Verluste (bzw. Verlustanteile) sind steuerlich weder ausgleichs- noch vortragsfähig. Allfällige "Zufallsgewinne" werden nicht besteuert.

103

Seit 1990 wurden zwei Liebhabereiverordnungen erlassen (Verordnung BGBl 1990/322Die Begriffe "Einkünfte" und Verordnung BGBl 1993/33). Auf Basis des VfGH-Erkenntnisses vom 12. Dezember 1991"Einkommen" setzen eine Tätigkeit voraus, V 53/91 war jedoch die erste Liebhabereiverordnung ab 1990 anzuwenden. Hinsichtlichvon der Vorjahre ist nach wie vor die hiezu ergangene Rechtsprechung maßgeblichAbsicht des Steuerpflichtigen getragen ist, insgesamt eine wirtschaftliche Vermögensvermehrung zu erreichen. Die Verordnung BGBl 1993/33 ersetzt seit 1. Jänner 1993 die erste Liebhabereiverordnung. Beide Verordnungen werdenSphäre der Einkommenserzielung soll von jener der Einkommensverwendung durch die Richtlinien zur LiebhabereibeurteilungLiebhabereibeurteilung abgegrenzt werden. Diese Abgrenzung hat anhand der Liebhabereirichtlinien 2012 (LRL 1997, AÖF 1998/472012) näher erläutertzu erfolgen. Im Weiteren wird auf diese Richtlinien, die als Bestandteil der EStR 2000 anzusehen sind, verwiesen.

Randzahl 103: derzeit frei