Richtlinie des BMF vom 07.02.2012, BMF-010311/0023-IV/8/2012 gültig von 07.02.2012 bis 28.12.2014

VB-0320, Arbeitsrichtlinie Tierseuchenrecht

  • 5. Innergemeinschaftliches Verbringen

5.2. Innergemeinschaftliches Verbringen von Heimtieren

(1) Bei der innergemeinschaftlichen Verbringung von Hunden, Hauskatzen und Frettchen im Reiseverkehr dürfen bis zu fünf Tiere pro Person mitgeführt werden, sofern für jedes Tier ein Heimtierausweis (Abschnitt 1.2.12., Formular siehe Anlage 3 Muster 3) oder bei Tieren aus Drittstaaten eine Bescheinigung für Heimtiere (Abschnitt 1.2.13., Formular siehe Anlage 3 Muster 4), jeweils mit eingetragener gültiger Tollwutimpfung, mitgeführt wird und die Tiere nicht zur Abgabe an Dritte bestimmt sind. Dies gilt auch für die gemäß Abschnitt 1.2.10. in veterinärbehördlicher Hinsicht wie Mitgliedstaaten zu behandelnden Länder Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz.

Hinweis: Hunde, Hauskatzen und Frettchen in einem Alter von unter 12 Wochen dürfen aus EU-Mitgliedstaaten und aus den gemäß Abschnitt 1.2.10. in veterinärbehördlicher Hinsicht wie Mitgliedstaaten zu behandelnden Ländern Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino, der Schweiz und der Vatikanstadt nach Österreich verbracht werden, sofern

- jedes Tier mittels Mikrochip oder Tätowierung gekennzeichnet ist,

- für jedes Tier ein Heimtierausweis mitgeführt wird,

- das Tier nicht gegen Tollwut geimpft wurde,

- das Tier seit seiner Geburt an dem Ort gehalten wurde, an dem es geboren ist, ohne mit wild lebenden Tieren, die einer Infektion ausgesetzt gewesen sein können, in Kontakt gekommen zu sein, oder wenn es seine Mutter begleitet, von der es noch abhängig ist.

(2) Für die Einreise nach Finnland, Irland, Malta und das Vereinigte Königreich ist eine Bandwurmbehandlung für Hunde erforderlich.

(3) Für andere Heimtiere (siehe Abschnitt 1.2.5.) als Hunde, Hauskatzen und Frettchen bestehen derzeit im Reiseverkehr bei der innergemeinschaftlichen Verbringung und bei Einfuhren aus den gemäß Abschnitt 1.2.10. in veterinärbehördlicher Hinsicht wie Mitgliedstaaten zu behandelnden Ländern Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino, der Schweiz und der Vatikanstadt keine Beschränkungen.

(4) Aus systematischen Gründen wurde diese Regelung hinsichtlich der gemäß Abschnitt 1.2.10. in veterinärbehördlicher Hinsicht wie Mitgliedstaaten zu behandelnden Länder Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino, der Schweiz und der Vatikanstadt auch in Abschnitt 4.1. und in der Anlage 4 berücksichtigt.