Richtlinie des BMF vom 15.02.2007, BMF-010314/0128-IV/8/2007 gültig von 15.02.2007 bis 14.01.2010

ZT-2500, Arbeitsrichtlinie "Verwaltung der Zollkontingente im Windhundverfahren"

Kontingentverwaltung
  • 10. Sonderfälle

10.18. Ermittlung des Schaleneieräquivalents (Kontingente Nr. 09.1832 und 09.1869)

Laut Verordnung (EG) Nr. 1362/2000 idF der Verordnung (EG) Nr. 1553/2004 bemisst sich bei den Kontingenten mit den laufenden Nummern 09.1832 und 09.1869 (Eigelb bzw. Eialbumin aus Mexiko) die Kontingentmenge nach dem "Schaleneieräquivalent". Der Kontingentantrag ist daher für das "Schaleneieräquivalent" der importierten Ware zu stellen. Das "Schaleneieräquivalent" erhält man, indem man das Nettogewicht der Ware mit dem Faktor laut Anhang 69 der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93 (ZK-DVO), Spalte 5, umrechnet.

Für getrocknetes Eigelb der KN-Position 0408 11 80 erhält man zum Beispiel das "Schaleneieräquivalent", indem man das Nettogewicht der Importware mit 100 multipliziert und das Resultat durch 15,40 dividiert. Somit entsprechen bei dieser Ware 100 kg Nettogewicht 649,3 kg Schaleneiäquivalent.

Informationshalber werden nachstehend die Umrechnungsfaktoren wiedergegeben:

KN-Position

Ware

Faktor lt ZK-DVO

Schaleneieräquivalent für 100 kg Nettogewicht

0408 11 80

Eigelb, getrocknet

15,40

649,3 kg

0408 19 81

Eigelb, flüssig

33,00

303,0 kg

0408 19 89

Eigelb, anders

33,00

303,0 kg

0408 91 80

Vogeleier, nicht in der Schale, getrocknet

22,10

452,4 kg

0408 99 80

Vogeleier, nicht in der Schale, anders

86,00

116,2 kg

3502 11 90

Eialbumin, getrocknet, in Kristallform

7,40

1.351,3 kg

3502 11 90

Eialbumin, getrocknet, nicht in Kristallform

6,50

1.538,4 kg

3502 19 90

Eialbumin, anders

53,00

188,6 kg