Richtlinie des BMF vom 17.09.2010, BMF-010311/0086-IV/8/2010 gültig von 17.09.2010 bis 20.11.2012

VB-0210, Arbeitsrichtlinie Wein

  • 2. Einfuhr aus Drittstaaten
  • 2.2. Zum unmittelbaren menschlichen Verbrauch bestimmte Waren

2.2.2. Analytische Abweichungen für bestimmte Weine

(1) Abweichend von den in Abschnitt 2.1. Abs. 2 angeführten Einfuhrerfordernissen dürfen die nachstehend angeführten Weine in die Gemeinschaft eingeführt werden:

a)Weine mit Ursprung in der Schweiz 1), die zwingend mit einer geographischen Angabe bezeichnet sind, einem Qualitätswein b.A. gleichgestellt werden können und deren Gesamtsäuregehalt, ausgedrückt in Weinsäure, mehr als 3 g/l beträgt, wenn sie zu mindestens 85 % aus Trauben einer oder mehrerer der nachstehenden Rebsorten gewonnen worden sind:

  • Chasselas,
  • Müller-Thurgau,
  • Sylvaner,
  • Pinot noir,
  • Merlot.

b)Weine mit Ursprung in Kanada, deren vorhandener Alkoholgehalt mindestens 7 % vol beträgt und deren Gesamtalkoholgehalt ohne Anreicherung 15 % vol überschreitet, wenn sie wie folgt bezeichnet sind:

  • durch eine geographische Angabe und
  • durch die Angabe "Icewine"

unter den Bedingungen, die in der Gesetzgebung der Provinzen "Ontario" und "British Columbia" festgelegt sind.

(2) In den Fällen des Abs. 1 hat die amtliche Stelle (siehe Abschnitt 1.5.) in Feld 15 des Dokuments V I 1 den nachstehenden Vermerk einzutragen und diesen durch Aufdruck ihres Stempels zu beglaubigen:

"Dieser Wein erfüllt die in Artikel 158a der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 und in [der] Verordnung (EG) Nr. 555/2008 vorgesehenen Bedingungen."

  • 1

    ) Im Hinblick auf die durch das Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen vereinbarten Sonderregelungen (siehe ) ist diese Bestimmung gegenstandslos.