Richtlinie des BMF vom 01.01.2007, BMF-010310/0028-IV/7/2007 gültig von 01.01.2007 bis 30.06.2014

UP-3250, Arbeitsrichtlinie "PANEUROMED"

0. Definitionen

Aus Vereinfachungsgründen und zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen gelten hiefür grundsätzlich die Gemeinsamen Bestimmungen = UP-3000 , sofern in dieser Arbeitsrichtlinie nichts Anderes vorgesehen ist. Zur besseren Übersicht sind die Besonderen Bestimmungen nicht fortlaufend nummeriert, sondern erhalten die gleiche Nummerierung wie die entsprechenden Gemeinsamen Bestimmungen unter UP-3000 .

In Ergänzung von UP-3000 bedeuten für die Zwecke dieser Besonderen Bestimmungen die Begriffe:

1) "Zollpräferenzmaßnahmen" im Rahmen von PanEuroMed die Abkommen der Gemeinschaft mit Island (IS), Liechtenstein (LI), Norwegen (NO), der Schweiz (CH), Türkei (TR) Algerien (DZ), Ägypten(EG), Jordanien (JO), Libanon (LB), Israel (IL), Marokko(MA), Syrien (SY), Tunesien (TN), Westjordan/Gaza (PS), Färöer (FO).

2) "Präferenzzone " das Gebiet der Gemeinschaft und je nach Stand der Verlautbarung im Amtsblatt der EU Serie C (siehe Abschnitt 1. und Abschnitt 4.3. dieser Arbeitsrichtlinie und der Arbeitsrichtlinie UP-3000 Abschnitt 4.3.) Islands (IS), Liechtensteins (LI), Norwegens (NO), der Schweiz (CH), der Türkei (TR) Algeriens (DZ), Ägyptens (EG), Jordaniens (JO), Libanons (LB), Israels (IL), Marokkos (MA), Syriens (SY), Tunesiens(TN), Westjordan/Gaza (PS), der Färöer Inseln (FO).

3) "Präferenzzollsatz" den Zollfrei-Satz bzw. den ermäßigten Zollsatz, der sich aus den unter Abs. 1) angeführten Abkommen bzw. dem Beschluss 1/2006 für Ursprungserzeugnisse ergibt;

4) "Ursprungsregeln" die im jeweiligen Ursprungsprotokoll festgelegten Voraussetzungen für den Erwerb des Warenursprungs;

5) "Ursprungserzeugnis" Waren, welche die Ursprungsregeln erfüllen;

6) "Präferenznachweis" jenen urkundlichen Nachweis EUR.1, EUR-MED, Erklärung auf der Rechnung, Erklärung auf Rechnung EUR-MED, der bestätigt, dass es sich bei den betreffenden Waren um Ursprungserzeugnisse handelt, für welche die jeweiligen Zollpräferenzmaßnahmen zur Anwendung gelangen;

7) "Drittland" einen Staat oder ein Gebiet, der/das nicht der Präferenzzone angehört;

8) "EU" bzw. "Gemeinschaft(en)" die Europäische(n) Gemeinschaft(en)

9) "Partnerländer" Island (IS), Liechtenstein (LI), Norwegen (NO), Schweiz (CH), Türkei (TR) Algerien (DZ), Ägypten (EG), Jordanien (JO), Libanon (LB), Israel (IL), Marokko (MA), Syrien (SY), Tunesien(TN), Westjordan/Gaza (PS), Färöer (FO).

10) "PanEuroMed" bzw. "Paneuromediterane Kumulierung" die Präferenzzone gebildet von allen an der PanEuroMed Kumulierung teilnehmenden Partnerländern und der Türkei. Ob die PanEuroMed-Kumulierung mit einem Land tatsächlich möglich ist, muss der jeweils gültigen Tabelle im Amtsblatt der EU Serie C entnommen werden.