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Richtlinie des BMF vom 01.05.2016, BMF-010313/0170-IV/6/2016 gültig ab 01.05.2016

UZK-TDA, Delegierte Verordnung (EU) 2016/341 der Kommission vom 17. Dezember 2015 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 952/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Übergangsbestimmungen für bestimmte Vorschriften des Zollkodex der Union, für den Fall, dass die entsprechenden elektronischen Systeme noch nicht betriebsbereit sind, und zur Änderung der Delegierten Verordnung (EU) 2015/2446

Anhang 13 Auskunftsblätter

Die Anlage enthält eine Entsprechungstabelle.

Formular INF1 - Auskunftsblatt Aktive Veredelung, Seite 1 

Formular INF1 - Auskunftsblatt Aktive Veredelung, Seite 2 

Formular INF1 - Auskunftsblatt Aktive Veredelung, Seite 3 

Hinweise

A. Allgemeine Hinweise

1.Der Teil des Auskunftsblatts, der für das Auskunftsersuchen bestimmt ist (Felder 1 bis 7), ist entweder vom Inhaber oder von der Zollstelle, die um Auskunft ersucht, auszufüllen.

2.Das Auskunftsblatt ist in deutlich lesbarer und dauerhafter Schrift, möglichst mit Schreibmaschine, auszufüllen. Es darf weder Rasuren noch Übermalungen aufweisen. Änderungen sind so vorzunehmen, dass die unzutreffenden Angaben gestrichen und gegebenenfalls andere Angaben hinzugefügt werden. Jede derartige Änderung muss von demjenigen, der das Auskunftsblatt ausfüllt, bestätigt und von der Zollstelle abgezeichnet werden.

B. Hinweise zu bestimmten Feldern

1.Anzugeben sind Name, Anschrift und Mitgliedstaat. Dieses Feld kann frei bleiben, wenn der Antrag von der Zollstelle des um Auskunft ersuchenden Mitgliedstaats gestellt wird.

2.Anzugeben sind Bezeichnung, Anschrift und Mitgliedstaat der Zollbehörde, an die das Ersuchen gerichtet ist.

4.Anzugeben sind Bezeichnung, Anschrift und Mitgliedstaat der Zollbehörde, die um Auskunft ersucht. Dieses Feld bleibt frei, wenn der Antrag vom Inhaber gestellt wird.

5.Anzugeben sind Anzahl, Art, Zeichen und Nummern der Packstücke. Für nicht verpackte Waren oder Erzeugnisse ist die Anzahl der Gegenstände oder das Wort "lose" anzugeben.

Anzugeben ist die handelsübliche Bezeichnung der Waren oder Erzeugnisse oder ihre Bezeichnung nach dem Zolltarif.

6.Die Nettomenge ist in Einheiten nach dem metrischen System anzugeben: kg, l, m2, usw.

9.Die Beträge sind in Euro oder in nationaler Währung anzugeben.

Gegebenenfalls rechnet der Mitgliedstaat, in dem die Waren zum zollrechtlich freien Verkehr überlassen werden, den in dem Auskunftsblatt angegebenen Betrag anhand des für die Ermittlung des Zollwerts geltenden Wechselkurses um.

Für die Währungen sind die folgenden Abkürzungen zu verwenden:

  • EUR für Euro
  • DKK für Dänische Kronen
  • SEK für Schwedische Kronen
  • GBP für Pfund Sterling

10.Hier können zB die Steuern angegeben werden.

Formular INF9 - Auskunftsblatt Aktive Veredelung Dreieckverkehr (IM/EX), Seite 1 

Formular INF9 - Auskunftsblatt Aktive Veredelung Dreieckverkehr (IM/EX), Seite 2 

Hinweise

A. Allgemeine Hinweise

1.Die Felder 1 bis 8 sind vom Inhaber auszufüllen.

2.Das Auskunftsblatt ist in deutlich lesbarer und dauerhafter Schrift, möglichst mit Schreibmaschine, auszufüllen. Es darf weder Rasuren noch Übermalungen aufweisen. Änderungen sind so vorzunehmen, dass die unzutreffenden Angaben gestrichen und gegebenenfalls andere Angaben hinzugefügt werden. Jede derartige Änderung muss von demjenigen, der das Auskunftsblatt ausfüllt, bestätigt und von der ausstellenden Zollstelle abgezeichnet werden.

B. Hinweise zu bestimmten Feldern

1./2.Anzugeben sind Name, Anschrift und Mitgliedstaat. Bei juristischen Personen ist auch die zuständige Kontaktperson anzugeben.

6./13.Die Nettomenge ist in Einheiten nach dem metrischen System anzugeben: kg, l, m2, usw.

15.Für die Währungen sind die folgenden Abkürzungen zu verwenden:

  • EUR für Euro
  • DKK für Dänische Kronen
  • SEK für Schwedische Kronen
  • GBP für Pfund Sterling

Formular INF5 - Auskunftsblatt Aktive Veredelung Dreieckverkehr (IM/EX), Seite 1 

Formular INF5 - Auskunftsblatt Aktive Veredelung Dreieckverkehr (IM/EX), Seite 2 

Hinweise

A. Allgemeine Hinweise

1.Die Felder 1 bis 8 sind vom Inhaber auszufüllen.

2.Das Auskunftsblatt ist in deutlich lesbarer und dauerhafter Schrift, möglichst mit Schreibmaschine, auszufüllen. Es darf weder Rasuren noch Übermalungen aufweisen. Änderungen sind so vorzunehmen, dass die unzutreffenden Angaben gestrichen und gegebenenfalls andere Angaben hinzugefügt werden. Jede derartige Änderung muss von demjenigen, der das Auskunftsblatt ausfüllt, bestätigt und von der ausstellenden Zollstelle abgezeichnet werden.

B. Hinweise zu bestimmten Feldern

1./2.Anzugeben sind Name, Anschrift und Mitgliedstaat. Bei juristischen Personen ist auch die zuständige Kontaktperson anzugeben.

6./12.Die Nettomenge ist in Einheiten nach dem metrischen System anzugeben: kg, l, m2, usw.

14.Für die Währungen sind die folgenden Abkürzungen zu verwenden:

  • EUR für Euro
  • DKK für Dänischen Kronen
  • SEK für Schwedische Kronen
  • GBP für Pfund Sterling

Formular INF2 - Auskunftsblatt Passive Veredelung Dreieckverkehr, Seite 1 

Formular INF2 - Auskunftsblatt Passive Veredelung Dreieckverkehr, Seite 2 

Formular INF2 - Auskunftsblatt Passive Veredelung Dreieckverkehr, Seite 3 

Hinweise

A. Allgemeine Hinweise

1.Das Auskunftsblatt ist in deutlich lesbarer und dauerhafter Schrift, möglichst mit Schreibmaschine, auszufüllen. Es darf weder Rasuren noch Übermalungen aufweisen. Änderungen sind so vorzunehmen, dass die unzutreffenden Angaben gestrichen und gegebenenfalls andere Angaben hinzugefügt werden. Jede derartige Änderung muss von demjenigen, der das Auskunftsblatt ausfüllt, bestätigt und von der Zollstelle, die Feld 16 ausfüllt, abgezeichnet werden.

2.Die Felder 1 bis 15 sind vom Inhaber der Bewilligung auszufüllen.

B. Hinweise zu bestimmten Feldern

1.Anzugeben sind Name, Anschrift und Mitgliedstaat. Bei juristischen Personen ist auch die zuständige Kontaktperson anzugeben.

3.Anzugeben sind Name, Anschrift und Mitgliedstaat.

6.Anzugeben sind Datum und Nummer der Bewilligung sowie die Bezeichnung der Zollbehörden, die die Bewilligung erteilt haben.

10.Anzugeben ist die genaue Bezeichnung der Veredelungserzeugnisse (handelsübliche Bezeichnung oder Bezeichnung nach dem Zolltarif).

11.Anzugeben ist die Tarifposition oder -unterposition der Veredelungserzeugnisse gemäß den Angaben in der Bewilligung.

12.Anzugeben ist die genaue Bezeichnung der Waren (handelsübliche Bezeichnung oder Bezeichnung nach dem Zolltarif). Die Bezeichnung muss mit derjenigen im Ausfuhrpapier übereinstimmen. Befinden sich die ausgeführten Waren in der aktiven Veredelung, sind der Vermerk "AV-Waren" und die Nummer des gegebenenfalls ausgestellten Auskunftsblatts INF1 anzugeben.

14.Die Nettomenge ist in Einheiten nach dem metrischen System anzugeben (kg, l, m2 usw.).

15.Anzugeben ist der statistische Wert zum Zeitpunkt der Abgabe der Ausfuhranmeldung, dem eines der folgenden Währungskürzel voranzustellen ist:

  • EUR für Euro
  • DKK für Dänische Kronen
  • SEK für Schwedische Kronen
  • GBP für Pfund Sterling

Anlage

1. Allgemeines

1.1.Die Auskunftsblätter haben dem Muster in diesem Anhang zu entsprechen und sind auf weißem holzfreiem Schreibpapier mit einem Quadratmetergewicht von 40 g bis 65 g zu drucken.

1.2.Der Vordruck hat das Format 210 × 297 mm.

1.3.Das Drucken der Vordrucke obliegt den Zollverwaltungen. Jeder Vordruck muss die Kennbuchstaben des ausstellenden Mitgliedstaats gemäß der ISO-Norm Alpha 2 gefolgt von einer individuellen Seriennummer tragen.

1.4.Der Vordruck ist in einer Amtssprache der Union zu drucken und auszufüllen. Die Zollstelle, die die Auskünfte erteilen oder verwenden soll, kann eine Übersetzung der Angaben in den Vordrucken in die Amtssprache bzw. eine der Amtssprachen der Zollbehörden anfordern.

2. Verwendung der Auskunftsblätter

2.1. Allgemeine Vorschriften

a)Ist die Zollstelle, die das Auskunftsblatt ausstellt, der Auffassung, dass zusätzliche Angaben zu den im Auskunftsblatt enthaltenen Angaben erforderlich sind, trägt sie diese dort ein. Reicht der Platz auf dem Vordruck nicht aus, kann ein weiteres Blatt beigefügt werden, auf das im Original hinzuweisen ist.

b)Die Zollstelle, die das Auskunftsblatt abgezeichnet hat, kann aufgefordert werden, die Echtheit des Auskunftsblatts und die Richtigkeit der darin enthaltenen Angaben nachträglich zu prüfen.

c)Bei aufeinanderfolgenden Sendungen kann die verlangte Anzahl an Auskunftsblättern für die Mengen an Waren oder Erzeugnissen ausgefertigt werden, die in das Verfahren übergeführt werden. Das ursprüngliche Auskunftsblatt kann auch durch weitere Auskunftsblätter ersetzt werden; wird nur ein Auskunftsblatt verwendet, kann die Zollstelle, für die das Auskunftsblatt ausgestellt wird, im Original die Mengen der Waren oder Erzeugnisse vermerken. Reicht der Platz auf dem Vordruck nicht aus, kann ein weiteres Blatt beigefügt werden, auf das im Original hinzuweisen ist.

d)Die Zollbehörden können zulassen, dass bei Handelsströmen im Dreieckverkehr, die eine Vielzahl von Vorgängen beinhalten, zusammenfassende Auskunftsblätter für die gesamten Einfuhren/Ausfuhren in einem bestimmten Zeitraum verwendet werden.

e)Ausnahmsweise darf das Auskunftsblatt auch nachträglich, jedoch nicht nach Ablauf der Frist für die Aufbewahrung der Dokumente, ausgestellt werden.

f)Bei Diebstahl, Verlust oder Vernichtung des Auskunftsblatts kann der Wirtschaftsbeteiligte bei der Zollstelle, die das Auskunftsblatt abgezeichnet hat, die Ausstellung eines Duplikats beantragen.

Bei einer Duplikatausstellung tragen das Original und alle Kopien einen der folgenden Vermerke:

DUPLICADO

DUPLIKAT

DUPLIKAT

ΑΝΤΙΓΡΑΦΟ

DUPLICATE

DUPLICATA

DUPLICATO

DUPLICAAT

SEGUNDA VIA

KAKSOISKAPPALE

DUPLIKAT

2.2. Einzelvorschriften

2.2.2.Auskunftsblatt INF1 (Aktive Veredelung)

a)Das Auskunftsblatt INF1 (im Folgenden "INF1") kann verwendet werden zur Erteilung von Auskünften über Abgabenbeträge [und Ausgleichszinsen] geltende handelspolitische Maßnahmen den Betrag der Sicherheit

b)Das INF1 wird in einem Original und zwei Kopien ausgefertigt.

Das Original und eine Kopie des INF1 werden an die Überwachungszollstelle gesandt; eine Kopie wird von der Zollstelle aufbewahrt, die das INF1 abgezeichnet hat.

Die Überwachungszollstelle erteilt die gewünschten Auskünfte in den Feldern 8, 9 und 11 des INF1, bringt ihren Sichtvermerk an, behält die Kopie und gibt das Original zurück.

c)Wird die Überlassung der Veredelungserzeugnisse oder der unveränderten Waren zum zollrechtlich freien Verkehr bei einer anderen Zollstelle als der Zollstelle für die Überführung in das Verfahren beantragt, ersucht diese Zollstelle mit dem von ihr abgezeichneten INF1 die Überwachungszollstelle um folgende Angaben:

Feld 9 a) Betrag der nach Artikel 121 Absatz 1 oder Artikel 128 Absatz 4 des Zollkodex zu erhebenden Einfuhrabgaben;

Feld 9 b) Betrag der nach Artikel 519 zu erhebenden Ausgleichszinsen;

Menge, KN-Code und Ursprung der Einfuhrwaren, die zur Herstellung der zum zollrechtlich freien Verkehr überlassenen Veredelungserzeugnisse verwendet wurden.

d)Werden die in aktiver Veredelung (Verfahren der Zollrückvergütung) hergestellten Veredelungserzeugnisse einer anderen zollrechtlichen Bestimmung zugeführt, die die Erstattung oder den Erlass der Einfuhrabgaben ermöglichen, und sind diese Gegenstand eines neuen Antrags auf Bewilligung der aktiven Veredelung, so können die diese Bewilligung erteilenden Zollbehörden das INF1 verwenden, um den Betrag der zu erhebenden Einfuhrabgaben oder den Betrag der möglicherweise entstehenden Zollschuld festzulegen.

e)Betrifft die Zollanmeldung zur Überlassung zum zollrechtlich freien Verkehr Veredelungserzeugnisse oder unveränderte Waren, die zum Zeitpunkt der Überführung in das Verfahren (Nichterhebungsverfahren) besonderen handelspolitischen Maßnahmen unterlagen, und werden diese Maßnahmen weiter angewendet, so ersucht die für die Annahme der Zollanmeldung und die Abzeichnung des INF1 zuständige Zollstelle die Überwachungszollstelle um Mitteilung der für die Anwendung handelspolitischer Maßnahmen notwendigen Angaben.

f)Wird die Überlassung zum zollrechtlich freien Verkehr beantragt, wenn ein INF1 zur Festlegung des Betrags der Sicherheit ausgefertigt wurde, so kann dasselbe INF1 verwendet werden, sofern es folgende Angaben enthält:

Feld 9 a) Betrag der nach Artikel 121 Absatz 1 oder Artikel 128 Absatz 4 des Zollkodex auf die Einfuhrwaren zu erhebenden Einfuhrabgaben;

Feld 11 Datum der ersten Überführung der Einfuhrwaren in das Verfahren oder Datum der Erstattung oder des Erlasses der Einfuhrabgaben nach Artikel 128 Absatz 1 des Zollkodex.

2.2.3.Auskunftsblatt INF9 (Aktive Veredelung)

a)Das Auskunftsblatt INF9 (im Folgenden "INF9") kann verwendet werden, wenn Veredelungserzeugnisse im Dreieckverkehr (IM/EX) einer anderen zollrechtlichen Bestimmung zugeführt werden.

b)Das INF9 wird in einem Original und drei Kopien für die Mengen der in das Verfahren übergeführten Einfuhrwaren ausgefertigt.

c)Die Zollstelle für die Überführung in das Verfahren bringt den Sichtvermerk in Feld 11 des INF9 an und vermerkt, welche Nämlichkeitsmittel oder Kontrollmaßnahmen bei der Verwendung von Ersatzwaren (zB Probenentnahme, Zeichnungen oder technische Beschreibungen, Analysen) angewandt wurden.

Die Zollstelle für die Überführung in das Verfahren sendet Kopie 3 an die Überwachungszollstelle und händigt dem Anmelder das Original und die übrigen Kopien aus.

d)Der Zollanmeldung zur Erledigung des Verfahrens sind das Original und die Kopien 1 und 2 des INF9 beizufügen.

Die Zollstelle für die Erledigung des Verfahrens vermerkt die Mengen der Veredelungserzeugnisse sowie das Datum der Annahme. Sie sendet Kopie 2 an die Überwachungszollstelle, händigt das Original dem Anmelder aus und behält Kopie 1.

2.2.4.Auskunftsblatt INF5 (Aktive Veredelung)

a)Das Auskunftsblatt INF5 (im Folgenden "INF 5") kann verwendet werden, wenn aus Ersatzwaren hergestellte Veredelungserzeugnisse im Dreieckverkehr im Rahmen der vorzeitigen Ausfuhr (EX/IM) ausgeführt werden.

b)Das INF5 wird in einem Original und drei Kopien für die Mengen von Einfuhrwaren ausgefertigt, die den Mengen der ausgeführten Veredelungserzeugnisse entsprechen.

c)Die Zollstelle, die die Ausfuhranmeldung annimmt, bringt den Sichtvermerk in Feld 9 des INF5 an und händigt dem Anmelder das Original und die drei Kopien aus.

d)Die Ausgangszollstelle füllt Feld 10 aus, sendet Kopie 3 an die Überwachungszollstelle und händigt dem Anmelder das Original und die übrigen Kopien aus.

e)Wird Hartweizen des KN-Codes 1001 10 00 zu Teigwaren der KN-Codes 1902 11 00 und 1902 19 verarbeitet, kann der Name des zur Überführung der Einfuhrwaren in das Verfahren befugten Einführers, der in Feld 2 des INF5 einzutragen ist, nach Vorlage des INF5 bei der Zollstelle, bei der die Ausfuhranmeldung abgegeben wird, angegeben werden. Der Name ist im Original und den Kopien 1 und 2 des INF5 einzutragen, bevor die Zollanmeldung zur Überführung der Einfuhrwaren in das Verfahren abgegeben wird.

f)Der Anmeldung zur Überführung in das Verfahren sind das Original und die Kopien 1 und 2 des INF5 beizufügen.

Die Zollstelle, der die Anmeldung zur Überführung in das Verfahren vorgelegt wird, trägt im Original und den Kopien 1 und 2 des INF5 die Menge der zur Überführung angemeldeten Einfuhrwaren und das Datum der Annahme der Zollanmeldung ein. Sie sendet Kopie 2 an die Überwachungszollstelle, händigt das Original dem Anmelder aus und behält Kopie 1.

2.2.7.Auskunftsblatt INF2 (Passive Veredelung)

a)Das Auskunftsblatt INF2 (im Folgenden "INF2") kann verwendet werden, wenn Veredelungserzeugnisse oder Ersatzerzeugnisse im Dreieckverkehr eingeführt werden.

b)Das INF2 wird in einem Original und einer Kopie für die Mengen der in das Verfahren übergeführten Waren ausgefertigt.

c)Der Antrag auf Ausstellung des INF2 gilt als Einverständnis des Inhabers, den Anspruch auf vollständige oder teilweise Befreiung von den Einfuhrabgaben auf eine andere Person zu übertragen, die die Veredelungs- oder Ersatzerzeugnisse im Dreieckverkehr einführt.

d)Die Zollstelle für die Überführung in das Verfahren fertigt das Original und die Kopie des INF2 aus. Sie behält die Kopie und händigt das Original dem Anmelder aus.

Die Zollstelle für die Überführung in das Verfahren gibt in Feld 16 an, welche Mittel zur Sicherung der Nämlichkeit der Waren der vorübergehenden Ausfuhr angewandt wurden.

Bei Entnahme von Mustern oder Proben oder bei Verwendung von Abbildungen oder technischen Beschreibungen sichert die Zollstelle diese durch Anbringen ihres Zollverschlusses entweder an den Waren selbst, sofern sich diese dazu eignen, oder an der Umschließung, die auf diese Weise verschlusssicher gemacht wird.

Ein Aufkleber mit dem Stempelabdruck der Zollstelle und dem Verweis auf die Ausfuhranmeldung wird den Mustern oder Proben, Abbildungen und technischen Beschreibungen beigefügt, damit sie nicht ausgetauscht werden können.

Die Muster und Proben, Abbildungen und technischen Beschreibungen, die durch Verschluss gesichert sind, werden dem Ausführer übergeben, der sie bei der Wiedereinfuhr der Veredelungserzeugnisse oder Ersatzwaren mit unverletztem Verschluss wieder vorzulegen hat.

Wird eine Analyse vorgenommen, deren Ergebnis erst vorliegt, nachdem die Zollstelle für die Überführung in das Verfahren das INF2 abgezeichnet hat, so wird dem Ausführer das Ergebnis der Analyse in einem verschlossenen, nicht manipulierbaren Umschlag übergeben.

e)Die Ausgangszollstelle bestätigt auf dem Original, dass die Waren das Zollgebiet der Union verlassen haben, und händigt es dem Beteiligten aus.

f)Der Einführer der Veredelungserzeugnisse oder der Ersatzerzeugnisse legt das Original des INF2 gegebenenfalls unter Angabe der Nämlichkeitsmittel der Zollstelle für die Erledigung des Verfahrens vor.

Anlage Entsprechungstabelle für den Standardinformationsaustausch (INF)

Abschnitt A

Datenelemente gemäß Anhang 71-05 der Delegierten Verordnung (EU) 2015/2446

Feld(er) des betreffenden Auskunftsblatts

Bewilligungsnummer (O)

3 des INF9, 3 des INF5, 6 des INF2

Person, die das Ersuchen stellt (O)

1 des INF9, 1 des INF5 und 1 des INF2

INF-Nummer (O)

Spezielles Feld

Überwachungszollstelle (O)

9 des INF9, 7 des INF5 und 9 des INF2

Zollstelle, die die INF-Datenelemente nutzt (F)

10 des INF9, 8 des INF5 und 20 des INF2

Bezeichnung der im INF aufgeführten Waren (O)

4 des INF9, 4 des INF5 und 12 des INF2

KN-Code, Nettomenge, Wert (O)

5, 6, 19 des INF9, 5, 6, 18 des INF5 und 13, 14, 15 des INF2

Bezeichnung der im INF aufgeführten Veredelungserzeugnisse (O)

7 des INF9, 18 des INF5 und 10 des INF2

KN-Code, Nettomenge, Wert der Veredelungserzeugnisse (O)

8, 19 des INF9, 18 des INF5 und 11, 21 des INF2

Einzelheiten zur Zollanmeldung zur Überführung von Waren in das besondere Verfahren (F)

11 des INF9, 11 des INF5 und 16, 17 des INF2

MRN (F)

19 des INF9, 18 des INF5 und 21 des INF2

Anmerkungen (F)

19 des INF9, 18 des INF5 und 21 des INF2

 

Spezifische AV-Datenelemente

Feld(er) des betreffenden Auskunftsblatts

Entsteht eine Zollschuld, wird der Einfuhrabgabenbetrag nach Artikel 86 Absatz 3 des Zollkodex berechnet (F)

19 des INF9

Ersatzwaren (F)

11 des INF9

Vorzeitige Ausfuhr (F)

9, 10 des INF5

Szenario AV IM/EX

 

Die Zollanmeldung zur Überführung in das Verfahren der aktiven Veredelung wurde angenommen (F)

11 des INF9

Erforderliche Elemente zur Anwendung handelspolitischer Maßnahmen (F)

19 des INF9

Letzter Tag für die Erledigung des Verfahrens (F)

11 des INF9

KN-Code, Nettomenge, Wert (O)

4, 5, 6, 11, 19 des INF9

Die Anmeldung zur Erledigung wurde angenommen (F)

12 des INF9

KN-Code, Nettomenge, Wert (O)

8, 13, 14, 15, 18, 19 des INF 9

Datum des Warenausgangs und Ergebnisse beim Ausgang (F)

19 des INF9

Szenario AV EX/IM

 

Die Ausfuhranmeldung im Rahmen des AV EX/IM-Verfahrens wurde angenommen (F)

9 des INF5

Erforderliche Elemente zur Anwendung handelspolitischer Maßnahmen (F)

18 des INF5

Letzter Tag für die Überführung von Nichtunionswaren, die durch Ersatzwaren ersetzt werden, in das Verfahren der aktiven Veredelung (F)

9 des INF5

KN-Code, Nettomenge, Wert (O)

4, 5, 6 des INF5

Datum des Warenausgangs und Ergebnisse beim Ausgang

10 des INF5

Datum der Überführung von Nichtunionswaren, die durch Ersatzwaren ersetzt werden, in das Verfahren der aktiven Veredelung (F)

11 des INF5

KN-Code, Nettomenge, Wert (O)

12, 13, 14, 17 des INF5

 

Spezifische PV-Datenelemente

Feld(er) des betreffenden Auskunftsblatts

Szenario PV EX/IM

 

Veredelungsland (F)

5 des INF2

Mitgliedstaat der Wiedereinfuhr (F)

4 des INF2

Ersatzwaren (F)

21 des INF2

Zollanmeldung zur PV (O)

16 des INF2

Nämlichkeit der Waren (O)

16 des INF2

KN-Code, Nettomenge (O)

13, 14, 15 des INF2

Letzter Tag für die Wiedereinfuhr der Veredelungserzeugnisse (O)

16 des INF2

Ergebnisse beim Ausgang (O)

17 des INF2

Datum der Wiedereinfuhr der Veredelungserzeugnisse (F)

20 des INF2

Einzelheiten zur Zollanmeldung zur Überlassung von Waren zum zollrechtlich freien Verkehr (F)

20 des INF2

KN-Code, Nettomenge, Wert (O)

20 des INF2

ABSCHNITT B

Datenelemente gemäß Abschnitt B des Anhangs 71-05 der Delegierten Verordnung (EU) 2015/2446

Feld(er) des betreffenden Auskunftsblatts

Art des Ersuchens (O)

3 des INF1

Die zuständige Zollbehörde gemäß Artikel 101 Absatz 1 des Zollkodex (O)

4 des INF1

Bewilligungsnummer (O)

1 des INF1

HPM (F)

4 des INF1

Überwachungszollstelle, bei der das Ersuchen eingeht (O)

2 des INF1

Bezeichnung der Waren oder Veredelungserzeugnisse, für die das INF angefordert wird (O)

5 des INF1

KN-Code, Nettomenge, Wert (O)

6, 7, 15 des INF1

MRN (F)

 

Anmerkungen (F)

15 des INF1

Die Überwachungszollstelle, bei der das Ersuchen eingeht, macht die folgenden Datenelemente verfügbar:

Spezifische AV-Datenelemente (IM/EX-Verfahren)

Feld(er) des betreffenden Auskunftsblatts

Buchmäßig zu erfassender und dem Zollschuldner mitzuteilender Einfuhrabgabenbetrag nach Artikel 86 Absatz 3 des Zollkodex (F)

9 des INF1

Erforderliche Elemente zur Anwendung handelspolitischer Maßnahmen (F)

8 des INF1

INF-Nummer (O)

Spezielles Feld

MRN (F)

15 des INF1