Richtlinie des BMF vom 21.11.2012, BMF-010311/0108-IV/8/2012 gültig von 21.11.2012 bis 30.04.2016

VB-0210, Arbeitsrichtlinie Wein

  • 2. Einfuhr aus Drittstaaten
  • 2.2. Zum unmittelbaren menschlichen Verbrauch bestimmte Waren

2.2.2. Analytische Abweichungen für bestimmte Weine

(1) Abweichend von den in Abschnitt 2.1. Abs. 2 angeführten Einfuhrerfordernissen dürfen die nachstehend angeführten Weine in die Gemeinschaft eingeführt werden:

a)Weine mit Ursprung in der Schweiz, die zwingend mit einer geographischen Angabe bezeichnet sind, einem Qualitätswein b.A. gleichgestellt werden können und deren Gesamtsäuregehalt, ausgedrückt in Weinsäure, mehr als 3 g/l beträgt, wenn sie zu mindestens 85 % aus Trauben einer oder mehrerer der nachstehenden Rebsorten gewonnen worden sind:

  • Chasselas,
  • Müller-Thurgau,
  • Sylvaner,
  • Pinot noir,
  • Merlot.

Hinweis: Im Hinblick auf die durch das Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen vereinbarten Sonderregelungen (siehe Abschnitt 2.4.3.) ist diese Bestimmung gegenstandslos.

b)Weine mit Ursprung in Kanada, deren vorhandener Alkoholgehalt mindestens 7 % vol beträgt und deren Gesamtalkoholgehalt ohne Anreicherung 15 % vol überschreitet, wenn sie wie folgt bezeichnet sind:

  • durch eine geographische Angabe und
  • durch die Angabe "Icewine"

unter den Bedingungen, die in der Gesetzgebung der Provinzen "Ontario" und "British Columbia" festgelegt sind.

(2) In den Fällen des Abs. 1 hat die amtliche Stelle (siehe Abschnitt 1.5.) in Feld 15 des Dokuments V I 1 den nachstehenden Vermerk einzutragen und diesen durch Aufdruck ihres Stempels zu beglaubigen:

"Dieser Wein erfüllt die in Artikel 158a der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 und in [der] Verordnung (EG) Nr. 555/2008 vorgesehenen Bedingungen."