EAS-Auskunft des BMF vom 20.06.1994, N 737/3/1-IV/4/94 gültig ab 20.06.1994

Beteiligungserträge von einer maltesischen Limited Company

EAS 455; M Malta; AK Außensteuerrecht Körperschaftsteuer

Für die Beantwortung der Frage, ob eine nach maltesischem Recht errichtete Limited Company einer österreichischen Kapitalgesellschaft vergleichbar ist, so dass die österreichische Gesellschaft für deren Gewinnausschüttungen nach Österreich die Steuerfreiheit gemäß § 10 KStG in Anspruch nehmen kann, ist eine rechtsvergleichende Untersuchung anzustellen, die im Rahmen der bei Auslandsbeziehungen bestehenden erhöhten Mitwirkungspflicht von Parteienseite zu veranlassen ist.

Vorsorglich wird beigefügt, dass dann, wenn die von der 100%igen maltesischen Tochtergesellschaft erzielten Gewinne bloß aus der Verwertung eines Mietrechtes an einem tschechischen Gebäude bestehen, auch bei Unterlassen der Zwischenschaltung dieser maltesischen Gesellschaft, also bei unmittelbarem Zufluss der tschechischen Erträgnisse an die österreichische Gesellschaft, Steuerfreiheit in Österreich eintreten würde (siehe Artikel 6 des österreichisch-tschechischen Doppelbesteuerungsabkommens i.V. mit Art. 23).

20. Juni 1994 Für den Bundesminister: Dr. Loukota

Für die Richtigkeit der Ausfertigung: