EAS-Auskunft des BMF vom 23.01.1992, 04 2182/1-IV/4/92 gültig ab 23.01.1992

Internationale Sportwettkämpfe in Österreich

EAS 77; GB Großbritannien und Nordirland; 1750 Sportler

 

Ausländische Sportler, die durch Werkvertrag verpflichtet worden sind, in Österreich bei Sportwettkämpfen mitzuwirken, unterliegen der beschränkten Einkommensteuerpflicht nach § 98 EStG, die gemäß § 99 Abs. 1 Z 1 EStG vom inländischen Veranstalter im Steuerabzugsweg zu erfüllen ist. Es ist hierbei unerheblich, ob die hiefür gezahlten Einkünfte von dem österreichischen Veranstalter direkt an die Sportler oder an eine in Großbritannien ansässige Gesellschaft gezahlt werden. Beruft sich die britische Gesellschaft darauf, dass sich aus dem österreichisch-britischen Doppelbesteuerungsabkommen ein Entlastungsanspruch ergibt, so steht es ihr frei, diesen Entlastungsanspruch im Rückerstattungsverfahren (Hinweis auf Absatz 6 des Erlasses vom 20. Dezember 1985, AÖF Nr. 31/1986) geltend zu machen. Eine Entlastung würde in diesem Fall aber nur nach einem vorhergehenden Verständigungsverfahren gemäß Artikel 27 DBA-Großbritannien erfolgen können.

23. Jänner 1992 Für den Bundesminister: Dr. Loukota

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