Info des BMF vom 09.10.2019, BMF-010311/0066-III/11/2019 gültig ab 09.10.2019

Information zu der am 17. Oktober 2019 in Kraft tretenden Änderung der Arbeitsrichtlinie Artenschutz (VB-0330)

Am 17. Oktober 2019 tritt eine neue Aussetzungsverordnung (Durchführungsverordnung (EU) 2019/1587 der Kommission zum Verbot der Einfuhr von Exemplaren bestimmter Arten wild lebender Tiere und Pflanzen in die Union) in Kraft, mit der die Einfuhr der in der Anlage dieser Verordnung angeführten Exemplare wild lebender Tier- und Pflanzenarten in die Union verboten wird. Durch diese Verordnung, die die Durchführungsverordnung (EU) 2017/1915 ersetzt, ergeben sich folgende, auch für die Beurteilung des Kriteriums der Unerheblichkeit des Handels mit Exemplaren des Anhangs A oder B im Strafverfahren (siehe insbesondere VB-0330 Abschnitt 7.1.1. Abs. 6) relevante Änderungen:

1.Die Einfuhr von folgenden Exemplaren des Anhangs B in die Union wurde verboten:

  • Pericopsis elata aus Côte d'Ivoire;
  • Prunus africana aus Äquatorialguinea;
  • Torgos tracheliotus aus Südsudan.

2.Das Verbot der Einfuhr von folgenden Exemplaren des Anhangs B in die Union wurde aufgehoben:

  • Hippopotamus amphibius, Stangeriaceae spp. und Zamiaceae spp. aus Mosambik;
  • Balearica regulorum und Agapornis fischeri aus Tansania;
  • Poicephalus fuscicollis aus Mali;
  • Phelsuma breviceps und Phelsuma standingi aus Madagaskar;
  • Naja atra, Naja kaouthia, Naja siamensis, Cuora galbinifrons, Heosemys annandalii und Heosemys grandis aus Laos;
  • Stigmochelys pardalis aus der Demokratischen Republik Kongo;
  • Hippocampus kuda aus Vietnam;
  • Pandinus roeseli (1) aus Benin, Ghana und Togo;
  • Acanthastrea hemprichii, Favites halicora und Platygyra sinensis aus Tonga.

Diese Änderungen wurden bereits in der Arbeitsrichtlinie Artenschutz (VB-0330 Anlage 13) berücksichtigt.

 

Bundesministerium für Finanzen, 9. Oktober 2019

 

  • 1

    () Die Aussetzung der Einfuhr galt ursprünglich für die Art Pandinus imperator, von der Pandinus roeseli im Jahr 2017 im Anschluss an taxonomische Änderungen, die auf der 17. Konferenz der Vertragsparteien des CITES angenommen wurden, abgegrenzt wurde.